Es gibt nicht die eine richtige Art, die Finanzen als Paar zu regeln. Es gibt die Art, die Ihnen beiden fair erscheint und die auch nach sechs Monaten noch einfach umzusetzen ist. Die meisten Paare teilen die Kosten in der Partnerschaft nach einem dieser drei Modelle auf, oder nach einer Mischung daraus.

1. Halbe-halbe

Jeder zahlt die Hälfte der gemeinsamen Ausgaben: Miete, Lebensmittel, Strom und Gas, Versicherungen, gemeinsame Unternehmungen. Über den Rest seines Einkommens entscheidet jeder selbst.

Für wen? Paare mit ähnlichem Einkommen. Kein Modell lässt sich leichter erklären und umsetzen.

Die Grenze. Liegen die Einkommen weit auseinander, belastet die Aufteilung halbe-halbe das kleinere Gehalt deutlich stärker. Ein Beispiel: 3.000 € und 1.800 € Einkommen, 1.500 € gemeinsame Ausgaben. Bei 750 € pro Person bleiben der einen Person 2.250 €, der anderen 1.050 €. Beide zahlen „gleich viel“, aber nicht mit derselben Anstrengung.

2. Anteilig nach Einkommen

Jeder trägt im Verhältnis zu seinem Einkommen zu den gemeinsamen Ausgaben bei. Zurück zum Beispiel: 3.000 € und 1.800 €, zusammen 4.800 €. Die erste Person bringt 62,5 % des Einkommens ein, die zweite 37,5 %. Bei 1.500 € gemeinsamen Ausgaben:

EinkommenAnteilBeitragBleibt zur freien Verfügung
Person A3.000 €62,5 %937,50 €2.062,50 €
Person B1.800 €37,5 %562,50 €1.237,50 €

Beide geben denselben Anteil ihres Einkommens für das gemeinsame Leben aus, hier 31,25 %.

Für wen? Paare mit unterschiedlichem Einkommen, die beide echte Unabhängigkeit behalten wollen.

Die Grenze. Ändert sich ein Einkommen (neue Stelle, Teilzeit, Elternzeit), muss neu gerechnet werden. Und Sie müssen sich darüber einigen, was „gemeinsam“ ist: Gehört der Urlaub dazu? Das Auto, das nur einer von beiden fährt?

3. Alles gemeinsam

Alle Einkommen fließen in einen Topf, und alle Ausgaben werden daraus bezahlt. Viele Paare, die dieses Modell wählen, sehen trotzdem für jeden einen persönlichen Betrag vor, für beide gleich hoch, über den niemand Rechenschaft ablegen muss.

Für wen? Gefestigte Paare mit gemeinsamen Plänen, die sich als einen einzigen finanziellen Haushalt sehen.

Die Grenze. Es setzt voraus, dass Sie sich über die Prioritäten einig sind. Ohne persönlichen Betrag wird jeder Kauf zum Diskussionsthema.

Das Gemeinschaftskonto: ein Werkzeug, kein Modell

Ganz gleich, für welches Modell Sie sich entscheiden: Ein Gemeinschaftskonto macht vieles einfacher. Jeder überweist zu Monatsbeginn seinen Anteil, und die gemeinsamen Ausgaben gehen davon ab. Lastschriften und Daueraufträge für Miete, Strom und Versicherungen laufen über dieses Konto, mit seiner Karte bezahlen Sie die Einkäufe.

Der Bildschirm „Konten“ von FinaPrism: Gesamtsaldo 5.620,40 €, ein Girokonto, ein Gemeinschaftskonto, zwei Sparkonten (Tagesgeld und Urlaubskasse) und ein Autokredit. Ein Gemeinschaftskonto neben den persönlichen Konten, in FinaPrism (Demodaten).

Was über das Gemeinschaftskonto läuft, ist die Liste der gemeinsamen Ausgaben. Was nicht darüber läuft, bleibt privat. Streit entzündet sich selten an den Beträgen, sondern an den Grauzonen: Schreiben Sie die Liste lieber einmal auf, als sie jeden Monat neu zu verhandeln.

Finanzen als Paar im Alltag organisieren

  1. Listen Sie die gemeinsamen Ausgaben auf, mit ihrem monatlichen Betrag, jährliche Kosten auf den Monat umgerechnet (wie das geht, steht in Monatsbudget erstellen).
  2. Wählen Sie das Modell und berechnen Sie, wie viel jeder beiträgt.
  3. Richten Sie Daueraufträge auf das Gemeinschaftskonto ein, ausgeführt am Tag nach dem Gehaltseingang.
  4. Legen Sie eine Grenze fest, ab der eine gemeinsame Ausgabe zu zweit entschieden wird (zum Beispiel 150 €) und unter der jeder frei entscheidet.
  5. Ziehen Sie einmal im Monat Bilanz, eine Viertelstunde lang: was ausgegeben wurde, was über dem Plan lag, was ansteht (Geburtstage, Urlaub, Reparaturen).

Und behalten Sie beide einen Teil für sich. Ein gemeinsames Budget, das keinem von beiden Spielraum lässt, hält nicht lange.

Und mit FinaPrism

In FinaPrism kann jeder seine Konten und Budgets kostenlos auf seinem iPhone führen. Um sie gemeinsam zu verwalten, bringt die Funktion Haushalt teilen (Elite-Tarif) bis zu sechs Personen zusammen:

  • Sie entscheiden Konto für Konto, was gemeinsam wird: das Gemeinschaftskonto für Ihre Partnerin oder Ihren Partner, ein Budget „Lebensmittel“ für den ganzen Haushalt, Ihre persönlichen Konten nur für Sie.
  • Standardmäßig wird nichts geteilt, und eine Freigabe lässt sich jederzeit zurückziehen.
  • Jeder sieht die Transaktionen der geteilten Konten, und ein geteiltes Budget zählt die Ausgaben auf diesen Konten, egal wer sie erfasst hat – nie die Ihrer persönlichen Konten.

Ohne Bankverbindung, ohne Werbung, ohne Tracker: Ihre Konten sehen nur die Personen, die Sie ausgewählt haben.